Die Disziplin, bei der ich bisher die meisten Erfahrungen gesammelt habe! Wer glaubt einfach Laufen gehen zu können, wird spätestens bei größeren Distanzen oder mit der Zeit Probleme mit den Muskeln und Gelenken bekommen. Meine Tipps richten sich an ambitionierte Hobbyläufer und welche, die es noch werden wollen.
DIE SCHUHWAHL
Die richtige Schuhwahl sollte man nicht unterschätzen. Ein gut sitzender Schuh, der ausreichend gedämpft ist und den Fuß stabilisiert, sollte es schon sein. Dabei kann man keine bestimmte Marke empfehlen, denn die unterscheiden sich hauptsächlich in Form und Farbe. Läufer mit breiten Füßen bevorzugen zum Beispiel andere Laufschuhe als Läufer mit schmalen Füßen.
Beim ersten Kauf eines Schuhs sollte man in einem Fachgeschäft durch einen geschulten Verkäufer eine Laufbandanalyse durchführen lassen. Dabei kann man dann die verschiedenen Laufmarken testen und der Verkäufer sieht, ob man die häufig auftretende Überpronation auftritt (das Abknicken des Fußes beim Laufen nach Innen) oder eher ein neutrale Läufer ist. Sollte man zu den etwa 80% der Läufern mit Überpronation gehören, gibt es spezielle Schuhe jeder Marke die diese „Fußfehlstellung“ ausgleicht. Bei recht neutralem Laufverhalten sollte man immer zum Neutralschuh greifen und eher an seinem Laufstil feilen.
DER LAUFSTIL
Richtig bzw. sauber zu laufen ist gar nicht so einfach. Es muss der ganze Körper darauf eingestellt werden. Wie immer fängt vieles im Kopf an und auf dem Weg in die Füße, sind weitere Körperteile wie z.B. die Arme ein wichtiger Baustein zum „perfekten Laufstil“.
Ein früherer Lehrer sagte einmal zu mir: „Gewonnen wird im Kopf“, und daran halte ich mich heute noch. Bevor man sich auf den Weg zum Ziel macht, sollte der Kopf bereits das Ziel klar vor Augen haben. Fangen wir bei den Füßen an: Es sollte eine möglichst gleichmäßige Abrollbewegung angestrebt werden. Man setzt den Fuß mit der Verse auf, rollt über den gesamten Fuß ab und stößt sich dann mit den Fußballen vorne wieder ab. Bei vielen Läufern sieht man, dass die Füße nicht parallel zum Körper, sondern nach rechts oder links nach dem Abstoßen wegknicken. Dies führt oft zum berühmten Läuferknie (Tractus-Syndrom).
Die Arme arbeiten dabei immer entgegengesetzt den Fußbewegungen. Wenn also der rechte Fuß vorne ist, ist gleichzeitig der linke Arm in der Schwungbewegung vorne. Dabei sind die Arme im 90 Grad Winkel nah am Körper. Somit kann man viel Schwung mitnehmen und Kraft sparen. Der Oberkörper ist dabei möglichst gerade zu halten.
DIE KLEIDUNG
Am Anfang sollte man einfach in den Sachen Laufen, in denen man sich Wohl fühlt. Sicherlich bieten die Lebensmittel-Discounter auch immer mal wieder Laufsachen an, wer jedoch ein wenig mehr investieren will hat die Qual der Wahl. Ich habe auch mit Kleidung von ALDI angefangen und bin über Adidas und Nike bei meinem jetzigen Lieblingsausrüster gelandet: Skinfit! Wer diese, ich nenne sie mal, Funktionskleidung einmal getragen hat, wird von den Vorzügen dieses Materials und der Verarbeitung begeistert sein. Wie immer hat Qualität seinen Preis, aber dafür bekommt man auch einiges zurück und man muss ja auch nicht gleich alles auf einmal kaufen. Skinfit bietet eine breite Produktpalette von der Unterwäsche über Hosen und Shirts bis hin zu Jacken und Triathlonkleidugn. Wer sich einen Überblick über die Produktpalette machen will, findet unter den Links (Funktionssportkleidung) den Weg dorthin. Wer die Sachen einmal testen möchte, versucht es am Besten auf den großen Marathon- oder Triathlonmessen vor einer größeren Veranstaltung oder geht in einen sogenannten Showroom, von denen es ein paar in Deutschland gibt. Wer in der Nähe von Köln oder Gummersbach wohnt, kann sich im schönen Oberbergischen Land, genauer in Engelskirchen, in meinem Geburtsort, in dem einzigen in Deutschland befindlichen Shop beraten lassen und die besagte Kleidung auch anprobieren.